Ausserrothhof.
Denkmalschutz und dann?

Der Ausserrothhof steht zwischen Weinreben. Hier wächst Weißburgunder, hier wurde ein Ort zum Wohnen und Ausstellen geschaffen. Der denkmalgeschützte Hof trägt die Geschichte des Ortes in seiner Bauweise. Eine Architektur, gewachsen aus örtlichen Materialien und den Bedürfnissen ihrer Zeit. Vertraute Formen, die Identität stiften und Heimat bedeuten.

Das Weiterbauen beginnt mit dem Lesen des Bestands. Seine Eigenheiten geben dem Entwurf eine Richtung, seine Materialien schaffen Verbindungen. Neben dem alten Hof entsteht ein offener Baukörper aus Glas. Er lässt den Blick hinauswandern, hält die Umgebung im Raum gegenwärtig. Alt und Neu treten in Beziehung, der Charakter des Ortes begleitet beide.

Gestockter Sichtbeton mit Kalkzuschlägen trifft auf heimisches Lärchenholz und Glas. Raue Körnung neben durchsichtigen Flächen. Das Holz bringt Wärme, der Beton Gewicht. Ihre Materialität erinnert an die Baukultur des 17. Jahrhunderts und findet im Zubau einen heutigen Ausdruck.

Zwischen dem geschichtsträchtigen Hof und der Offenheit des neuen Baukörpers entsteht ein Wechselspiel aus Geborgenheit und Weite. Wohnen, Kunst betrachten, in die Reben schauen. Der Ausserrothhof führt die Geschichte des Ortes weiter – in Materialien, räumlichen Beziehungen und einer Architektur, die aus ihrer Umgebung heraus entsteht.

FAKTEN

Jahr: 2024

Ort: Schenna

Kunde: Privat

Leistungen: Architektur und Interior Design

Partner: Joachim Maria Clemens (Clemens+Klotzner Architekten)

Typologie: Denkmalschutz

Status: Fertiggestellt

Awards: BIG SEE ARCHITECTURE AWARD 2025

@Fotos: Lucas Clemens + THE NEW KOMMA Architecture

AWARDS

Big See Award 2025