Dornerhof.
Vom Dornröschenschlaf zum Klimahausgewinner.

Im Dornerhof kehrt das Familienleben zurück. Nach Jahren des Leerstands nehmen die Söhne das elterliche Bauernhaus wieder in Besitz. Wohnhaus und Stadel werden verbunden - zwei Wohnungen für ihre Familien entstehen im denkmalgeschützten Bestand. Die Geschichte bleibt in Mauern, Gewölben und Holz spürbar.

Von außen bewahrt der Hof seinen vertrauten Charakter. Dach und Außenwände werden von innen gedämmt. So bleiben die historischen Fassadenmalereien, die Bretterschalungen des Stadels und das äußere Erscheinungsbild erhalten. Nur im westlichen Anbau wird das Dach angehoben, gibt den Räumen mehr Höhe.
Bestehende Öffnungen werden verglast. Licht findet durch die vertrauten Konturen ins Haus.

Drinnen weicht weniger wertvolle Bausubstanz, die Räume gewinnen Weite. In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt werden Steinmauern und Gewölbe erhalten, alte Elemente behutsam aufgearbeitet. Unter den Gewölben entsteht Geborgenheit, in den geöffneten Räumen Platz und Licht. Neue Raumstrukturen legen Holzbalken frei, machen die Konstruktion sichtbar. Das Haus zeigt, was es trägt.

Lärche wird weitergeführt, Eiche ergänzt die Materialwelt. Altes Holz neben neuen Oberflächen. Unterschiedliche Spuren, ein gemeinsamer Zusammenhang. Die Materialien verbinden die Geschichte des Hofes mit dem heutigen Wohnen.

FAKTEN

Jahr: 2020

Ort: Schenna

Kunde: Privat

Leistung: Architektur und Interior Design

Partner: Joachim Maria Clemens (Clemens+Klotzner Architekten)

Status: Fertiggestellt

©Fotos: Lucas Clemens

AWARDS

Klimahaus Award 2023

Archilovers - Best projects 2025